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Die Vision vom klimaneutralen Weingut

Die Nutzung von erneuerbaren Energien ist für die Delinat-Winzer ein zentraler Punkt, um ihren Wein so nachhaltig wie möglich zu produzieren. Vorbildcharakter hat diesbezüglich das Weingut Le Contrade im Veneto (Italien).

William Savian verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz und versucht, die CO2-Emissionen auf seinem Weingut so tief wie möglich zu halten. Dazu hat er in den letzten Jahren seine Photovoltaik-Anlage laufend ausgebaut und kann so einen grossen Teil des Energiebedarfs mithilfe der italienschen Sonne decken.

Im Video erzählt der Delinat-Winzer, wie das Weingut zu einem ökologischen Vorreiter in Italien wurde und was seine Pläne für eine CO2-neutrale Zukunft sind.

Transkript
Wir befinden uns im Weinbau-Gebiet Lison-Pramaggiore, Venedig. Es liegt in der Provinz von Venedig, im "Veneto Orientale". Unser Betrieb wurde im Jahr 1925 gegründet, als meinem Grossvater ein Landgut zugewiesen wurde, als Verdienst, weil er im ersten Weltkrieg gekämpft hat. Damals nahm alles hier seinen Anfang. Der Grossvater hat hier die ersten Wein-Gärten in Betrieb genommen. Und so begann unsere Geschichte im Bereich des Weinbaus und in der Weinkultur. Im Jahr 1993 hat mein Vater die gesamte Weinproduktion übernommen und entschieden, den gesamten Betrieb auf biologischen Umbau umzustellen. Und diese Philosophie, einen Wein so gesund wie möglich herstellen zu wollen, und so umweltschonend wie möglich, wurde im Laufe der Zeit immer ausgereifter, und wir wurden uns bewusst, dass die Landwirtschaft eine der Sektoren ist, welche die Natur und Umwelt massiv verändern kann. Und das hat dann meinen Vater dazu veranlasst, im Weinberg nur noch biologisch zu arbeiten. Diese Philosophie haben wir dann auf die gesamte Produktion und den Energieverbrauch übertragen und demzufolge mit dem Beginn der neuen Technologien, mit der Erfindung der Photovoltaik, gelang uns im Jahr 2007 der erste Schritt für die eigene Stromproduktion. Damals installierten wir die erste Photovoltaik-Anlage sie umfasste 20 Kilowatt. Und dann kamen im Jahr 2010 weitere 60 Kilowatt dazu und im Jahr 2013 weitere 200 Kilowatt. Diese Schritte wurden im Zuge der Erweiterung des Weinkellers gemacht und weil wir alles direkt in die Oberfläche des Daches integriert haben, ist es uns gelungen, diese Investition zu tätigen und die gesamte Photovoltaik-Anlage auf dem Dach zu installieren, ohne dass wir dabei Platz auf der umliegenden Fläche oder vom Weinberg dafür brauchten. Heute haben wir total eine Photovoltaik-Anlage von 280 Kilowatt auf dem Dach, die rund 80 Prozent unseres Energiebedarfs deckt. Es gelingt uns, ca. 70 Prozent der produzierten Energie selbst zu verwerten, für den gesamten Prozess von der Vinifikation bis hin zur Abfüllung. Wir haben auch schon daran gedacht, die Verbrennungsmotoren zu ersetzen: Wir haben bereits Tests mit elektrischen Traktoren gemacht. Ohne Fahrer, er fuhr autonom mit GPS. Vielleicht ist es dazu noch etwas früh, aber wir arbeiten ständig daran, uns in dieser Hinsicht weiterzuentwickeln. Um die Umweltbelastungen so tief wie möglich zu halten oder sogar auf Null zu senken im Energiebereich.

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